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Auf den Spuren des Glücks

Kreisausschuss Hof des BBB besucht die Spielbank Bad Steben

Erneut lud der Hofer Kreisausschuss zu einer interessanten Führung ein. Diesmal war die Spielbank im Bayerischen Staatsbad Bad Steben Ziel von 40 Teilnehmern aus dem gesamten Bereich des öffentlichen Dienstes von Stadt- und Landkreis Hof.  

Wie alle anderen Gäste einer staatlichen Spielbank mussten auch sie zunächst den Ausweis abgeben. Nachdem Direktor Udo Braunersreuther  die Besucher- gruppe mit einem Glas Sekt begrüßt hatte, ging er in einem Referat auf die Geschichte und die Entwicklung der Spielbank ein.  

Im Jahr 1995 beschloss die Staatsregierung, dass es in jedem Regierungsbezirk mindestens eine Spielbank geben solle. So fiel dann die Wahl des Standorts – nicht zuletzt durch Mithilfe des früheren bayerischen Finanzministers Georg von Waldenfels – auf Bad Steben, wo dann im Jahr 2001 die neunte Bayerische Spielbank nach dem Entwurf des Architekten Meinhard von Gerkan eröffnet werden konnte. Die Spielbanken sind als staatliche Betriebe strengeren Regeln unterworfen. Beispielsweise ist die Spielteilnahme erst ab 21 Jahren erlaubt, in privaten Spielhallen jedoch schon ab 18 Jahren.  

Beim Automatenspiel liegt die Gewinnquote bei 93 % gegenüber 60 bis 70 % in anderen öffentlichen Spielhallen. Der Staat befindet sich hier etwas in der Zwickmühle, weil er einerseits Spielsucht verhindern will, andererseits das Glücksspiel in geordnete Bahnen lenken und natürlich auch daran verdienen möchte. So gibt es Spielsperren, zunächst durch das Hausrecht, wenn jemand z.B. versucht zu manipulieren oder sich ungebührlich verhält. Weiter gibt es die sogenannten Suchtsperren. Diese können auf eigenen Wunsch (Selbstsperre) oder aber als Fremdsperre eingeleitet werden und verhindern dann die Teilnahme an allen staatlichen Glücksspielen. Diese strengeren Regelungen sind für die staatlichen Spielbanken natürlich ein Wettbewerbsnachteil gegenüber privaten Casinos, Spielbanken im nahen Ausland und dem Internet. Auch das bayernweite strikte Rauchverbot brachte 30 % Umsatzverlust. 

 „Die Bank gewinnt immer“, heißt es, aber von diesem „Bruttospielertrag“ muss sie 30 % Spielbankabgabe je
zur Hälfte an den Freistaat und an die Marktgemeinde
Bad Steben zahlen. In den letzten Jahren pendelt dieser Bruttospielertrag bei etwa 30 000 Besuchern um die 2,3
Millionen, am höchsten war er 2005 mit 4,5 Millionen Euro.
 

Mit zahlreichen Neuerungen will die Spielbank mehr Gäste anziehen: 2006 wurde der Krawattenzwang abgeschafft, Sakkos sind nur noch für das „Große Spiel“ an den Spieltischen erwünscht. Verschiedene Veranstaltungen von Kabarett über Comedy, Sommerfest oder das an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindende „After Work Live“-Event mit regionalen Musikgruppen und Sponsoren bringen ein neues Publikum in das Casino. 

Abschließend gab Direktor Braunersreuther in seinem Vortrag einige Tipps für sinnvolles Glücksspiel: Man soll nicht erwarten, dass man gewinnt. Man muss wissen, dass ein Verlust möglich ist, und sich dafür ein Limit setzen. Man soll Glücksspiel als ein anderes Freizeitangebot betrachten, das keine höheren Ausgaben bringen muss als ein Konzertbesuch, aber eine Chance auf mehr Geld bietet. 

Im Anschluss an die Theorie folgte in Gruppen eine Führung durch den Spielsaal und die Erklärung des „American Roulette“. Als eine der „kleinen“ Spielbanken hat Bad Steben nur einen Spielsaal, in dem sich über 70 Automaten und die Spieltische für das „Große Spiel“ befinden. Dabei bieten einige der Automaten Chancen auf verschiedene Jackpots. Das Automatenspiel erbringt circa 70 % des Bruttospielertrags, gegenüber nur 30 % für das „Lebendspiel“. Dafür werden Black Jack, Poker und American Roulette angeboten. 

Croupier Seufert bezeichnete das wahrscheinlich von Blaise Pascal erfundene Roulette als das fairste Glücksspiel, weil dabei die Chance auf den Hauptgewinn bei 1: 37 liegt. Er erklärte die verschiedenen Möglichkeiten des Setzens und die entsprechende Gewinnchance. 

Abschließend bedankte sich Kreisausschussvorsitzender Karl-Heinz Marko mit einem Präsent bei Direktor Braunersreuther und lud zu einem schon traditionellen Einkehrschwung in die Casinogastronomie ein.

Das wellenförmige Dach der von Stararchitekt Meinhard von Gerkan entworfenen Spielbank weckt Assoziationen mit dem „Auf und Ab des Glücks“ und der Landschaft des Frankenwaldes. Zusammen mit der bläulichen Farbgebung brachte das aber auch schon Gäste, die hier versehentlich in die Therme Bad Steben wollten.

 

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